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Regent‘s Canal, Angel und Bob

Am Dienstag ist Christoph wieder in die Schweiz zurück gereist. Wir haben uns am Flughafen Heathrow voneinander verabschiedet und ich bin alleine nach London zurück gefahren. Auf dem Heimweg in meine Wohnung habe ich das Victoria&Albert Museum in South Kensington besucht. Ich werde sicher noch einmal hierher zurück kommen. So langsam kristallisiert sich nämlich heraus, was das Thema für meine London-Muster-Kollektion sein soll. Und sobald ich ganz sicher bin, weiss ich auch, welche Abteilungen ich mir genauer ansehen werde…

 

Heute Mittwoch habe ich am Morgen zuhause gearbeitet. Das Wetter soll bis am Nachmittag besser werden. Dann werde ich den Abschnitt vom Regent’s Canal von meinem Zuhause bis Islington unter die Füsse nehmen.

 

Bei schönem Wetter gehts los Richtung Islington Angel. Dort möchte ich den Woll-Laden Loop und CassArt besuchen. Beide kenne ich schon lange. Islington und die Camden Passage gefallen mir sehr. Viele kleine nette Läden und Restaurants…

 

Der Weg entlang des Regent‘s Canals ist ziemlich belebt und schmal. Die Fahrradfahrer rasen hier mit einem Affenzahn vorbei, man muss sich wirklich vor ihnen in acht nehmen. Die Netten unter ihnen klingeln, die anderen nicht…Vorsicht ist geboten beim fotografieren und rumstaunen….

 

Die Hausboote sehen auf den Fotos ziemlich romantisch und hübsch aus. In Wirklichkeit sind die meisten ziemlich herunter gekommen und renovations bedürftig. Aber es gibt viel zu entdecken. Eine fleissige Entenmama führt ihre Kinderschar spazieren, es gibt einige kleine Cafés und Gärten und überraschend viele Blumen. Und London und die Sightseeing-Touristen sind ganz weit weg…

 

In einer kleinen Creperie esse ich Zmittag und frisch gestärkt gehts dann zum shoppen. Und bevor ich mich auf den Heimweg mache, setze ich mich neben Bob, den Streuner…

Bob der Streuner war ein roter Kater. Er hat sich James Bowen, einen obdachlosen Junkie als seinen Menschen ausgesucht. Plötzlich für ein krankes, ausgehungertes Tier verantwortlich zu sein hat James geholfen, clean zu werden und zu bleiben. Als Strassenmusiker hat James sich und Bob den Lebensunterhalt verdient. Er hat seine erstaunliche Geschichte aufgeschrieben. Das Buch war ein grosser Erfolg und wurde verfilmt.

 

Bob lebt nicht mehr. Aber vor dem Waterstone, im Islington Green steht eine Bank mit einer Inschrift und Bob sitzt daneben und erinnert daran, dass jeder eine zweite Chance verdient…

Bevor ich mich dem Canal entlang auf den Heimweg mache, knipse ich noch ein paar Farb-Ideen…

 

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